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Ostara…

Das Fest der Frühlingstagundnachtgleiche, oder auf der Spurensuche einer verschwundenen Göttin…

Viel wird geschrieben über das Osterfest, über die Tages-und Nachtgleiche im Frühjahr, und oft werden angebliche alte Bräuche als absolute Wahrheit „verkauft“. Es ist die Rede von der Göttin Ostara und ihrem Wirken in alten Zeiten und Heute.
Beginnen wir doch einfach mal ein klein wenig wissenschaftlich, was genau ist eigentlich eine Tagundnachtgleiche und was geschieht an ihr?
An diesem Tag überquert die Sonne den Himmelsäquator, sie befindet sich also senkrecht über dem Äquator. Die Tages- und Nachtgleiche oder wie in der Wissenschaft genannt das Äquinoktium, leitet sich aus dem lateinischen aequus=gleich und dem Wort nox=Nacht ab. Diese Tagundnachtgleiche findet zweimal im Jahr statt, zum einen im Frühjahr am 20. oder 21. März und im Herbst am 22. oder 23. September. An diesem Tag ist die Nacht genauso lang wie der Tag und der Tag genauso lang wie die Nacht. Kalendarisch beginnen mit diesem Ereignis im März der Frühling sowie im September der Herbst. Diese Ereignisse waren schon immer für die Menschen mit einer gewissen Faszination behaftet und für sie alle ein wichtiger Wendepunkt im Kalenderjahr, deshalb wurden sie auch von jeher gefeiert.

Doch nun zu der entscheidenden Frage: Wer oder was ist Ostara?
Ich will es einmal so beginnen, wie jedes gute Märchen beginnt:
Es war einmal… die Göttin Ostara und Jacob Grimm, der ältere der Gebrüder Grimm war, wie alle wissen, ein großer Sammler von Märchen und Mythen im deutsch – bzw. germanischsprachigen Raum und so fand Jacob Grimm auch einige Hinweise auf eine Göttin namens Ostara, welche sich aber von keiner anderer Quelle belegen lässt. Ihre Existenz verdanken wir also zu einem großen Teil Jakob Grimm, welcher sich dabei auf den Kirchenvater Beda Venerabilis stützt, er ist einer der Heiligen der katholischen, evangelischen und auch anglikanischen Kirche. Dieser Beda erwähnte um das Jahr 700 herum in seinem Werk „de temporal Ratione“‚ dass die Angelsachsen den April „Eosturmonath“ nannten, was auf die heidnische Göttin Eostre zurückzuführen sei.
Weiter berichtete Beda, dass ihr zu Ehren im April Feste gefeiert würden und diese als das kirchliche Osterfest übernommen worden waren:
„Der Eosturmonath, heute Passamonat bezeichnet, war früher genannt nach einer ihrer Göttinnen, welche Eostre genannt wurde, zu deren Ehren Feste in diesem Monat gefeiert wurden. Jetzt benennen Sie die Passat-Zeit mit ihrem Namen, womit die Freuden der neuen Feierlichkeit unter dem Namen der altehrwürdigen Göttinnen Verehrung angerufen werden.“
(- De temporum Ratione Kapitel. 15)
Wie gesagt, da Jacob Grimm von dieser Darstellung so fasziniert war, überlegte er nicht lange, ob die Erklärung Bedas glaubwürdig war oder nicht. Er stützte das ganze auch noch dadurch, dass er in althochdeutschen Sprachdenkmälern einige weitere Bezeichnungen, wie z.B. ôstarun oder ôstar-mânôth fand. Dies würde also bedeuten, dass die Angelsachsen ihre Göttinnen Eostre hatten und wir unsere eigene Göttin Ostara.
Leider verhält es sich in der heutigen Zeit jedoch so, dass nicht nur die Existenz der Göttin Ostara wissenschaftlich stark angezweifelt wird, sondern auch deren Ursprung, die angelsächsische Göttin Eostre , stark im Verdacht steht, nie in dieser Form existiert zu haben.
Es ist wesentlich wahrscheinlicher nach der heutigen Erkenntnis, dass die Begrifflichkeiten, die Jacob Grimm für den Beleg der Göttin fand, einfach nur ein Hinweis auf die östliche Himmelsrichtung sind, somit würde der Monatsname lediglich verkünden, dass die Sonne von nun an wieder genau im Osten aufgeht.
Somit kann niemand mit Sicherheit sagen, welche heidnischen Ursprünge dem heutigen Osterfest zugrunde liegen.

Es ist jedoch stark anzunehmen, dass unsere Vorväter heidnischen Festivitäten zu diesem wichtigen Kalenderdatum ausübten.
Diese haben aber mit Sicherheit nichts mit fem Tod und der Wiedergeburt von Jesus Christus zu tun, wie uns das Christentum und die Kirche seit dem Jahre 325 nach Chr. als dieses Fest verkaufen möchte, es handelt sich vielmehr um eine typische Form der Wiedergeburt, der Rückkehr der Sonne und des Lichtes und auch der Wärme.

Die Natur feiert das Wiedererwachen und die wiederkehrende Fruchtbarkeit z.B. auch symbolisiert in Form von Eiern. Die Tiere sind wieder für die Paarung bereit und neues Leben reift im Schoß der Erde und auch im Leib der Tiere heran.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass dieses Ereignis der Tagundnachtgleiche in vielen anderen Religionen dieser Welt ebenfalls gefeiert wurde und vielerorts dieses markante Ereignis sicher einer Göttin oder einem Gott zugeschrieben wurde oder dies vielleicht sogar noch ist?

Aber es gibt Hoffnung für die Existenz einer Göttin.
Mir persönlich gefällt der Gedanke der Urmutter der Erde am besten, sie ist es, die wieder erwacht und die Pflanzen blühen lässt. Die Tiere beginnen, sich zu paaren und Nachwuchs zu zeugen und auch bei den Menschen ist es nicht anders, die geballte Energie von Mutter Natur ist eigentlich nie so stark zu spüren und zu erkennen wie in den Tagen des Frühlings, wenn alles neu beginnt und alles sich neu entfaltet.


Für mich persönlich spiegelt sich hier auch eine Verbindung zur Frau Holle wieder. Wenn man nach den neuesten Erkenntnissen über die Göttin Holle gehen möchte, findet man in ihr sehr starke Hinweise auf die Erdgöttin, welche in vielen Kulturen des Altertums ein fester Bestandteil ist. In der germanischen Mythologie ist es „Nerthus“ oder „Perchta“, in der nordischen Mythologie ist es „Jörd“, in der keltischen Mythologie ist es“Brighild“, in griechischen ist es „Gaia“ und im römischen „Hera“.
Spuren eines „Frühlings Kultes“ findet man wenn man genau hinschaut in vielen Gegenden Deutschlands.

Am Fuße des Hohen Meißner ( dem Hausberg der Göttin Holle) in Nordhessen, zwischen den Dörfern Hilgershausen und Kammerbach, steht eine Felswand unter der sich eine sagenumwobene Höhle verbirgt, der sogenannte „Hohlstein“ welcher nachweislich der Frau Holle geweiht ist. In diese Höhle tragen am 2. Ostertag die jungen Frauen und Männer der benachbarten Dörfer Sträuße von mit Frühlingsblumen als Opfer in die Höhle, trinken von dem Wasser in dem kleinen See, der sich in der Höhle befindet und nehmen in Krügen für Ihre Lieben zu Hause von dem Wasser mit. Dieses Wasser soll der Legende nach heilsame Kräfte in sich tragen, so soll man z.B. von allen Krankheiten und Gebrechen gesunden, Frauen sollen fruchtbar werden und es soll auch Schönheit und Anmut verleihen.
Übrigens würde sich niemand ohne einen Strauß Frühlingsblumen als Opfergabe für die Göttin Holle, in die Höhle hinab wagen.
Überall haben sich auch andere Bräuche und Riten aus der vorchristlichen Zeit erhalten. Z.b. gibt es heute noch fast überall in Deutschland die sogenannten Osterfeuer, welche mit ziemlicher Sicherheit aus der heidnischen Zeit vor der Christianisierung stammen.
Ich jedenfalls wünsche allen „frohe Ostern“, oder wie die Schamanen heute noch sagen „blessed Ostara“

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Walküren (Valkyria, Valkyrien, Valküren, Walkyren, Walachuriun, nord. „Totenwählerin”)

„Die Götter werden für mutige Frauen immer ein Lächeln bereithalten, wie die Walküren, diese Furien, die die Männer fürchten… und begehren.“

Die Walküren, auch Schlacht- oder Schildjungfern genannt, gehören zu den weiblichen Geisterwesen. Ihr Name leitet sich aus den altnordischen Wörtern valr („die auf dem Schlachtfeld liegenden Leichen“) und kjósa („wählen“) ab. Ihnen kommt die Aufgabe zu, die ehrenvoll Gefallenen (Einherjer) auszuwählen und zu Odin nach Walhall zu bringen.
Sie gehören, ebenso wie die Nornen, Fylgien und Disen, zu den Schicksalsfrauen. Ihre besondere Nähe zum Göttervater Odin verschafft ihnen eine zentrale Funktion innerhalb der nordischen Mythologie. Mit der Vermenschlichung der Götter, wandelte sich auch das Bild der Walküren. Aus den ursprünglichen Totendämonen entwickelten sich Kriegerinnen, ausgestattet mit menschlichen Zügen und Empfindungen.
Ihre Anwesenheit offenbarte sich in Form von Naturphänomenen: Ritten die Walküren nach einem erfolgreichen Kampf in Gefolgschaft der Einherjer wild durch das Firmament, waren sie für die Menschen als Polarlichter zu sehen. Dabei spiegelte sich das Mondlicht in ihren blanken Rüstungen und erzeugte so das farbenprächtige Lichtspiel am Nachthimmel.

Im Helgakviða Hjörvarðssonar wird die Zahl der Walküren mit neun angegeben, im Darraðarljóð mit zwölf. Tatsächlich dürfte die Anzahl im Volksglauben unbegrenzt gewesen sein.

Im Lied Grímnismál (Strophe 36) werden dreizehn Namen genannt von Walküren, die in Valhöll (Walhall) Bier ausschenken: Hrist, Mist, Skeggjöld, Skögull, Hildr, Þrúðr, Hlökk, Herfjötur, Göll, Geirölul (Geirrömul, Geirahöd), Randgríðr, Radgríðr und Reginleifr. Das Darraðarljóð nennt außerdem: Göndul, Guðr (Gunnr), Hildr, Hjörþrimul, Sanngríðr und Svipul. Die Þulur (Thulur) nennen zusätzlich: Herja, Geiravör, Skuld, Geirönul, Randgníð, Geirskögul, Hrund, Geirdriful, Randgríðr, Sveið, Þögn, Hjalmþrimul, Þrima, Skalmöld. In Heldenliedern kommen noch die Namen Sigrún, Kára, Sváfa und Brynhildr vor.

(Quelle Wikipedia)

Norse/German Mythology Projekt
„The Valkyrie”
…my dark Material
💃Ⓜ️ 👠 > Lena Aranea & Mel
📸 > 🐻❄️“Snæbjörn Ericsons frozen Moments“🐻❄️

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FRÖBLÓT

FRÖBLÓT
Das Fröblót ist das erste Fest im Jahreskreis und findet, gemäß der überlieferten ‚Distingsregel‘, an jenem 1. Vollmond im neuen Jahr statt, dessen vorausgegangener Neumond nach den Raunächten gewesen ist. Dementsprechend variiert der Festtermin Jahr für Jahr. 2019 erstrahlt der erste, vollständig im neuen Jahr gewachsene Mond am 21. Januar.
Der Name ‚Fröblót‘ leitet sich von FREY ab (althochdeutsch frô), den wir zu diesem Fest besonders ehren. Er, als Sohn von Njörd (Meer) und Nerthus (Erde), entstammt einem alten Geschlecht von Fruchtbarkeitsgottheiten, den Wanen. Freys Kraft ist die, die den Frühling bringt, die seit Jul wieder stärker werdende Sonne, die den Winter besiegen wird und die Erde weckt.
Ein Mythos, der diesen Naturprozess erzählt, ist das Skírnismál aus der Edda:
Von Hlidskjalf aus, dem Hochsitz in Asgard, kann man in alle Welten schauen. Dieser Sitz ist Odin vorbehalten, doch in seiner Abwesenheit hat Frey ihn erklommen, und fern in Jötunheim erblickt er eine schöne Riesin, in die er sich unsterblich verliebt: Gerda (Gerdr, Gerd). Krank vor Liebe sendet Frey seinen Diener Skírnir aus, für ihn um Gerda zu werben, doch die Riesin verweigert sich. Erst als Skírnir ihr Gewalt und einen Fluch androht, willigt die Riesin ein, in neun Nächten Frey zu treffen.
Wenn wir Gerda als eine Personifikation der Erde sehen, dann ist sie, solange sie in Jötunheim weilt, die noch gefrorene, winterliche Erde (Riesen = Winterkräfte), die sich noch nicht „erweichen“ lässt. Erst wenn sie sich mit Frey ( = Frühlingskraft, Frühlingssonne) verbindet, wird die Erde tauen und wieder fruchtbar werden. Das macht Skírnirs Handeln zwar nicht „netter“, erklärt aber die Dringlichkeit, warum es mit den beiden einfach klappen muss!
Ein anderer Name für dieses erste Jahreskreisfest ist DÍSABLÓT oder DÍSTING. Mit kleinen Speise- und Trankopfern locken wir die Naturgeister (Disen) hervor und wecken sie mit Trommeln, Gesang und stampfenden Tänzen aus ihrem „Winterschlaf“. Davon übriggeblieben sind die in vielen Regionen heute noch praktizierten lautstarken Fastnachtsbräuche. (Winteraustreiben)
Die Disen stehen auch mit den Ahnen – v.a. den weiblichen – in Verbindung, und so ist Fröblót neben Vetrnóttablót (im Spätherbst) das zweite Ahnenfest im Jahreskreis.

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